von Thork » 23.09.2007, 12:45
Prinzipiell hat seine Wenigkeit schon recht. Alle Zellen im menschlichen Körper erneuern sich im Laufen von wenigen Jahren (und ich meine hier sowas wie etwa zehn gehört zu haben). Wenn das immer so weiterginge, könnte der Körper 'unendlich' lange (also sagen wir mal verdammt lange) funktionieren. Wenn da nicht zwei Sachen passieren würden:
1) sind wir alle ständig einer natürliche radioaktiven Strahlenbelastung ausgesetzt. (Die hat jetzt nix mit Atomausstieg und so einem Quatsch zu tun, die kommt aus der Erde und vom Himmel. Piloten von Transatlatikflügen bekommen zum Beispiel im Jahr soviel Strahlung ab, dass sie, würden sie der staatlichen Strahlenschutzüberwachung unterliegen, innerhalb von einem oder zwei Jahren soviel Strahlendosis akkumuliert hätten, dass sie nicht weiterarbeiten dürften.) Dazum kommt noch jede einzelne Röntgenaufnahme, jeder PET oder NMR Scan, und so weiter.
Dann sind da noch die natürlichen Gifte, die wir jeden Tag einatmen, essen oder über die Haut aufnehmen.
Das alles richtig tierisch Schaden in den Zellen an. Für gewöhnlich kann der Körper den selbst reparieren, wenn nicht können so nette Sachen wie Krebs daraus werden.
2) Und eigentlich noch wichtiger ist, dass irgendwann der Körper offenbar anfängt, selbst eine Substanz zu produzieren, die die Regeneration der Zellen beeinträchtigt. Das ist offenbar einer der Hauptgründe dafür, dass wir überhaupt altern (nachdem der Körper erstmal ausgewachsen ist...)
Mit der so beeinträchtigten Regeneration treten dann in höherem Alter immer mehr Defekte auf, die einfach nicht mehr repariert werden. Man stirbt.
Man muss aber davon abgesehen auch wirklich mal über die psychologischen Konsequenzen nachdenken. Wenn ich unendlich lange lebe, hab ich immer morgen noch Zeit, dass zu tun, was ich heute tun sollte. Dann kann ich es so lange vor mir her schieben, bis die Sonne sich ausdehnt und die Erde verschlingt und ich hab mir in der ganzen Zeit nur die Eier wundgeschaukelt. Ist schon irgendwie langweilig.
Da wäre mir ein bisschen länger, so 200 - 300 Jahre, schon lieber. Da könnte man so viel lernen, so viele verschiedene Sachen ausprobieren, bis man wirklich das gefunden hat, was einen glücklich macht. Das wäre eher was für den alten Doc...
Irgendwas ist ja immer...