Ich lese zur Zeit viele der alten Detektivgeschichten um Philip Marlowe von Raymond Chandler.
Der Typ ist total cool. Wie man sich das aus den alten Filmen so vorstellt. Der tritt erstmal jedem, der versucht ihm was vorzuschreiben, kraeftig auf die Fuesse und kommt damit durch...
Chandler malt hier Bilder vom Hollywood der etwa 50er Jahre, die eine Coolness rueberbringen, die man nur bewundern kann. Da schlaegt sich ein tougher Typ in einer Stadt voller tougher Typen. Wo man fuer 5000 Dollar erpresst und ermordet werden kann, vertritt Marlowe seinen Mandanten, ob der das will oder nicht. Marlowe tut, was richtig ist, und wenn dafuer mal eine Leiche durchwuehlt werden muss, ohne dass die Cops was davon erfahren, muss es halt sein.
Der schlimmste Ausdruck von Verzweiflung ist da, dass man sich kraeftig Whiskey hinter die Binde kippt und am naechsten morgen mit Wolldecke im Mund aufwacht.
Und die Plots sind dermassen verzwickt, dass sie sich mir (als bisher nicht-Krimi-Leser) nicht sofort erschliessen.
Wer also mal richtige Coolness und Aufrichtigkeit sehen will, dem sind diese Buecher zu empfehlen. Und, wie so oft, am besten in Englisch. Auch wenn man nicht alles versteht, spielt gerade hier die Sprache, in der die Leute miteinander reden, eine grosse Rolle.
In der Amazonsprache: 5 von 5 Punkten



sind spannend und zeichnen sehr gut die spezielle athmosphäre nach. man sieht auch direkt humphrey bogard vor sich...
