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Mein liebes Tagebuch...............

Hier gibst nichts zu lachen

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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Catha » 02.08.2009, 12:39

Entnehme ich jetzt deinen Ausführungen dass du dir den Fuß gebrochen hast, oder dass du was von dem Gerät abgebrochen hast?
Klang auf jeden Fall eher unschön Oo
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 03.08.2009, 15:32

Da hab ich wohl letztens etwas missverständlich geschrieben. Nein, ich hab mir nix getan. Obschon, als der Kickstarter mein Bein mit voller Wucht gegen die Fussraste drosch, ich zugeben muss Pipi in den Augen gehabt zu haben.
Zwecks besseren Verständlichkeit hab ich euch mal ein kleines Bildchen gemacht.
Unbenannt-1.jpg
Unbenannt-1.jpg (166.51 KiB) 275-mal betrachtet

Erklärung: Der Drehanschlag ist dazu da, dass sich der Kickstarter nur um 90° drehen kann. Und eben dieser Teil ist abgebrochen. Somit hat sich der Kickstarter frei im Kreis herum drehen können und das Motorrad war nicht mehr zu starten.

Das Ganze ist aber nur eine Kleinigkeit. Ein neuer Kickstarter ist prompt lieferbar und kostet knapp 100 Euro. Viel schlimmer ist, dass bei allzu grober Herangehensweise manch andere Dinge im Motor kaputt gehen können.
Aber sicher nicht bei mir. Wie gesagt, der Mensch hofft solange er lebt. Und dass ich ein Mensch bin, dass kann niemand nie nicht bestreiten. Nun gut, die Haare auf meiner Brust würden mich auch als aufrecht gehenden Affen qualifizieren, dennoch zähle ich mich immer noch zur Gattung "Mensch".
Ehe es jetzt gleich wieder Beschwerden hagelt: Nein, ich bin nicht bereit mir die Brust zu rasieren/waxen/epilieren/lasern udgl. mehr zu lassen. Mir ist nun mal ein "Naturwollpullover" gewachsen, und der bleibt schön da wo er ist. Es ist mir sowas von egal, ob das dem ästhetischen Dafürhalten mancher Frauen in Freibädern zuwider läuft oder nicht.
Es gäbe für solche Damen zwei Möglichkeiten dem zu entgehen:
1) Nicht herschauen
2) Jeden Ort meiden, den ich visitiere.
Für mich persönlich wäre die zweite Möglichkeit zu favorisieren, sowas aber nur am Rande.
Apropos Ästhetik. Den Damen, die immer so gerne auf meine "Manneszier" losgehen, sei gesagt: "Nur weil es "bauchfreie" Shirts gibt, muss man die noch lang nicht anziehen. ECHT NICHT!!!
Und wenn es um die Hygiene geht: Seit wann sind Haare unhygienisch. Ich habe sie auch am Schädel, im Gesicht, auf den Beinen, den Armen und an ein paar anderen Stellen, die hier nicht genannt werden müssen.
Die Natur hat sich schon was dabei gedacht, als sie mir Haare an den Körper geklebt hat. Wer bin ich schon die Natur in Frage zu stellen? Und sollten eines schönen Tages kleine Tiere und Pflanzen in meiner Behaarung campieren, so leg ich mich garantiert nicht mit irgendwelchen Tierschützern an.
Damit ist das Thema für mich ein für allemal vom Tisch.

Wo waren wir? Ach ja, bei der Hoffnung. Ich muss ehrlich gestehen, es war mehr wie Hoffnung, dass mein Motor bzw. die Lagerung desselben keine Schäden davon gezogen hat. Ich war davon überzeugt. Doch wie lautet das elfte Gebot? DU SOLLST DICH NICHT TÄUSCHEN.
Machen wir es kurz, ich hab mich getäuscht. Offensichtlich hat sich neben dem Kickstarter auch das Lager des Kupplungsgehäuses verabschiedet. Nicht die ganze Lagerung, aber zumindest einige der Kügelchen. Zu merken war das bei der ersten Ausfahrt.
Der Nachteil bei der ganzen Geschichte: Die Lager haben eine Lieferzeit von 1 Woche und der Motor ist zu zerlegen.
Nun haben wir ja schon von der Hoffnung gehört. Es gibt nämlich noch eine weitere Möglichkeit dieses Lager zu wechseln. Man baut nur die Kupplung aus, versucht das Lager von der Welle abzuziehen und das neue auf zu pressen. Das Ganze sollte man aber nur machen, wenn man sich sicher ist keine Metallspäne in den Motor bekommen zu haben.
Ich HOFFTE, dass dem auch so war. So kam es dann zum zweiten Auftritt des elften Gebotes.
Anders gesagt, Murphys Law lässt sich auch auf einen KTM-Motor anwenden. Dass nämlich alles, was passieren kann auch tatsächlich passiert, und zwar mit den denkbar schlimmsten Auswirkungen, ist quasi ein Naturgesetz.
Aber Heute genug davon. Wer wissen will, wie man von einem defekten Nockenwellenlager zu einem "Schidaumen" kommt, der sollte den nachfolgenden Beitrag lesen, sobald dieser dann geschrieben ist.

Ihr könnt ja hoffen, dass er bald geschrieben wird.
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon kisslab » 03.08.2009, 18:22

Seit wann sind Haare unhygienisch. Ich habe sie auch am Schädel, im Gesicht, auf den Beinen, den Armen und an ein paar anderen Stellen, die hier nicht genannt werden müssen.

Solange du keine Haare auf den Zähnen (und dem Rücken) hast..
Ansonsten: Unhygienisch ist auch das falsche Wort - besser ist unappetitlich.
Weil fremde Haare zwischen den Zähnen (von welchem Körperteil auch immer die stammen) - einfach bäh.
Spass muss sein!
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 06.08.2009, 20:41

Kissi, Kissi, Kissi, ja wenn du alles in den Mund nehmen musst, was haarig ist..........
Aber genug davon.

Ich hab ja letztens einiges über die "Hoffnung" geschrieben. Es ist an der Zeit, dieses ein wenig weiter zu vertiefen.
Eigentlich ist es nicht möglich die Hoffnung allein darzustellen. Man muss sie immer im Kontext mit anderen, na ja, sagen wir, weil andere Worte noch weniger passen würden, mal "Wesensheiten" sehen.
1) Wissen: Jeder weis, wenn man sich vor einem fahrenden Schnellzug stellt, dass das für einem selbst eher unschön abläuft.
2) Aktion/Reaktion: Jedem ist klar, man sollte tunlichst schnell zur Seite springen, wenn man vor einem fahrenden Schnellzug steht.
3) Hoffnung: Der fahrende Schnellzug wird ganz kurz vor dem Zusammenprall entweder anhalten, entgleisen oder sonst wie aus der unmittelbaren Kollisionszone entfernt werden.

Das Blöde ist nur, die Hoffnung ist von allen "Wesensheiten" die Stärkste. Darum kann man zur Hoffnung auch noch anders sagen:
DUMMHEIT!
Wir alle hoffen, dass der Schnellzug nicht mit uns zusammenstößt. Aus diesem Grund ist es eher unökonomisch und vielleicht sogar gefährlich (weil der Zug ja entgleisen könnte) aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu flüchten. In 99,99% Periodisch bekommen die so Hoffenden keine Gelegenheit ihren Fehler einzusehen bzw. zu bereuen.
1:0 für den Schnellzug
Unter dieser Voraussetzung bekommt das Wörtchen "Hoffnungsträger" eine ganz andere, witzige Bedeutung. "Hier haben wir ihn, den Träger der absoluten und unumschränkten Dummheit."

Das Ganze ist natürlich hier nicht nur zwecks Erheiterung geschrieben worden. Nein, die Erklärung hat natürlich einen essetiellen Grund, welcher später noch enthüllt werden wird.

Wie gesagt, ich habe gehofft keinerlei Metallspäne in den Motor der KTM bekommen zu haben. Also schnell das Bike wieder zusammengebaut und ab damit auf die Straße.
Hmmm, irgendwie beginnt das Krad nach 150 Kilometer plötzlich zu scheppern. Was das wohl wieder bedeuten könnte? Also mal schnell abgestiegen und den Horchlappen ganz nah an den laufenden Motor gehalten. Nein, da war nix.
Sollten mir meine Sinne einen Streich gespielt haben? Ja genau, so wird es gewesen sein.
Also fahren wir wieder weiter, aber vorsichtig. Ach ja, da kommt mir ein Motorradfahrer auf einer Yamaha R1 entgegen. Schnell mal die linke Hand zum freundlichen Motorradfahrer-Gruss gehoben.
WAAAAAAAAAAAAAAAAAA, dieses Ar***loch hat nicht zurück gewinkt?

Kleines Abschweifen? Mit einer LC4 SuMo (Supermoto) bist du im kurvigen Geläuf eine Macht. Der hohe Schwerpunkt lässt dich das Ding in jede Ecke prügeln, dass es jedem Treiber eines Joghurtbechers die Tränen in die Augen treibt. Es gibt aber einige kleinere Nachteile. Durch die besonders schlanke Bauform kommt einem entgegenkommenden Fahrer eine SuMo immer als ein 50ccm Moped vor. Diese zumeist jüngeren Verkehrsteilnehmer werden natürlich traditionell nicht gegrüßt, sondern nur mit Geringschätzung betrachtet.
Nennt es Minderwertigkeitskomplex, aber es gibt dann einige Regeln, die unbedingt von einem SuMo Fahrer befolgt werden müssen und durchwegs auch werden. Eine davon lautet:
DU MUSST IMMER BLANK ZIEHEN!
Also, der Gegner hat es also nicht für nötig befunden zu grüßen. Das velangt nach Strafe.
Schnell in die Eisen gestiegen, umgedreht und hinter der R1 her. Das rasseln des Motors ward vergessen. Jetzt ging es um eine höheres Ziel. Der arrogante Ar*** muss vollstreckt werden. Es dauerte nicht lang und ich war hinter ihm. Hauptgrund dafür war, dass die KTM knapp 180 km/h schnell ist und der R1 Treiber auf kurviger Strecke unterwegs war. Als er mich dann irgendwann erkannte, forcierte der Gegner seine Gangart. Doch es war zu spät. Nach nur etwa 10 Kilometer hab ich in einer Rechtskurve mit breitem Grinsen und heftig winkend vollstreckt.
Damit war meiner und der Ehre der KTM genüge getan. Der R1 Fahrer durfte passieren, und diesmal hat er gewinkt. Voller Stolz und im Abklingen des Adrenalinschubes war es jetzt plötzlich aber wieder zum hören. Das komische Rasseln im Motor. Wie gesagt, ich war ja vorhin der Meinung mich getäuscht zu haben.
Darum hatte ich auch die Hoffnung (Dummheit) anzunehmen, dass ich mich wieder irrte. Damit irrte ich mich tatsächlich, aber anders als ich hoffte (verblödete).
Mit einem Motorrad, welches im Motor nicht (oder doch?) rasselt, kann man ohne weiteres nach Hause fahren. Ich sah keinen Grund, warum ich nicht heim fahren sollte. Warum auch, ich hoffte, dass alles gut geht.
Ging es aber nicht. Ca. 5 Kilometer vor der heimatlichen Garage wurde meine Hoffnung vom Wissen derart brutal nieder geprügelt, dass es mich beinahe aus dem Sattel warf. Der Hinterreifen blockierte (man erinnere sich, Kompression von 11:1), der Vortrieb riss in Sekundenbruchteil ab, was mein in Vorwärtsbewegung behafteter Körper nicht so schnell in "Halt" umsetzen konnte, und mein Körper wurde mit voller Wucht gegen die Lenkstange geworfen. Dabei hielten sich meine Hände aber noch den Griffen fest, wobei die Daumen urplötzlich die gesamte Wucht des Körpers auffangen mussten.
Mein linker Daumen hielt diesem Druck nicht stand, weswegen er es wohl für besser hielt aus dem Gelenk zu springen.
Auf Grund des plötzlichen brennens in der linken Hand verriss ich die Lenkung, was mich dann endgültig auf dem Asphaltboden der Realität zurück holte.
Der Sturz war nicht allzu schlimm. Geschätzte Geschwindigkeit betrug nur noch 10 km/h, was zu keinen weiteren Schäden am Material der KTM, sowie an meinem Körper führte. Einziges Problem blieb der ausgekugelte Daumen, der durch die Motorradhandschuhe aber sofort wieder in die richtige Stellung zurück fiel.

Im Spital stellte man überdehnte Sehnen und einen sogenannten Schidaumen fest. Glücklicherweise ist keines der Bänder gerissen. Doch seit diesem Vorfall kann ich in meinem linken Daumen durch die Haut die Beugesehne sehen. Ich werd mal ein Bildchen davon machen und hier rein stellen.

Letztendlich stellte sich heraus, dass der Lagerkäfig des Nockenwellenlagers durch einen Metallsplitter zerstört wurde. Ich habe gelernt mich nicht mit Hoffnung zu begnügen, sondern auf Wissen und Aktion/Reaktion zurück zu greifen. Mal sehen wie lang mein Vorsatz hält.
PS.: Ich hoffe nächste Woche mit der Reparatur meiner KTM fertig zu sein.
PPS.: Ui, guter Vorsatz offensichtlich schon vergessen (siehe erstes post scriptum).
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Kinski » 11.08.2009, 12:17

Es gibt nichts schöneres als über die Missgeschicke seiner Mitmenschen zu lesen und sich köstlich darüber zu amüsieren das es noch größere Unglücksraben gibt als einen selber.

Deine Stories sollten verfilmt werden lieber Agno, mit Bruce Willis in der Hauptrolle.
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Naschkatze » 11.08.2009, 20:43

ich fände vin diesel oder den schauspieler von the transporter besser ...

leider habe ich nicht so ganz das technische verständnis in sachen motorrad und hätte lieber die fortsetzung von ikea gelesen, aber die eigentliche unfallgeschichte hab ich glaube ganz gut verstanden und dazu sag ich nur autsch

übrigens bin ich bald im tirol im urlaub, wohnst du da weit weg??? (hab ja immernoch ein paar kekse bei dir gut)
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Jamo » 12.08.2009, 12:06

Ich würd bei Kissi undterschreiben. Bruce Willis wäre sicher nicht schlecht. Aber das mit den Missgeschicken passt noch nicht, da müssen wir noch nen passenderen Schauspieler finden. Mir fällt aber grad keiner ein ^^

@Ago: Hast aber ma wieder Glück (vll willst da ja auch noch wa szu schreiben ^^) gehabt, dass dein Rad nicht bei 180km/h blockiert hat ;)
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 14.08.2009, 19:23

Mein Leben verfilmen? Da komm ich ins träumen. Bräucht es nur noch einen Schauspieler, der meine Männlichkeit auf der Kinoleinwand richtig rüber bringt. Clint Eastwood zum Beispiel, wenn der nur nicht so alt wär. Clint könnt bestenfalls noch als Rübennase-Filmfigur herhalten. Gleiches gilt für Jack Nicholson, diabolisches Grinsen, aber leider auch zu alt. Bleibt also wirklich nur Jason Statham, CRANK-mäßig sozusagen.

Nur ob man in Hollywood genug Geld für meine Memoiren hinblättern bereit ist???
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Naschkatze » 16.08.2009, 09:36

ja genau, der Jason Statham ist doch auch der von the transporter und den meine ich
(ätschibätsch an jamo und kinski :twisted: )

Nur ob man in Hollywood genug Geld für meine Memoiren hinblättern bereit ist???


naja, also wenn ich mir so manschen schrott angucke der da in hollywood produziert wird, dann haben deine memorien glaube gutes potenzial
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 24.08.2009, 20:27

Ein neues Schlafzimmer von IKEA droht ODER In manus tuas, Domine, commendo spiritum meum.


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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Jamo » 24.08.2009, 22:13

Na, da darf man gespannt sein *g*
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Catha » 24.08.2009, 22:27

Ich versteh nur die Hälfte von dem lateinischen Satz. Bitte um Übersetzung ;-)
Irgendwas mit in zwei Händen des Mannes commendo kenn ich nicht, könnte ein Gerundium sein. Und dann mein irgendwas, weiß nicht was spiritum heißt.
Oder so :lol:
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon LostTime » 25.08.2009, 07:11

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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Kinski » 25.08.2009, 19:23

Uiiii eine IKEA Geschichte da freu ich mir jetzt schon ein Loch in den Bauch.
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Naschkatze » 25.08.2009, 19:57

ich warte ja immernoch auf das ende der letzten ikea-geschichte *grummel*

:work:
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 25.08.2009, 21:39

Naschkatze hat geschrieben:ich warte ja immernoch auf das ende der letzten ikea-geschichte *grummel*



Hab mir alle Tagebuchbeiträge durchgelesen. Die letzte IKEA-Geschichte hab ich beendet. Eine andere Geschichte hab ich nicht fertig geschrieben, ich verrat dir aber nicht welche.
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Jamo » 25.08.2009, 22:12

Mh, müssen wir uns jetzt auf die Suche nach der vollendeten Story machen oder hab ich das flasch verstanden? ^^
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Thork » 26.08.2009, 20:12

Nach Beethoven will halt auch Ago mal eine 'Unvollendete' haben. Kann ich vollkommen verstehen...
Irgendwas ist ja immer...
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 15.03.2011, 22:41

Jaja, es ist schon lange her. Und doch wird es keine Überraschung sein, nein, heute geht es (noch) nicht weiter. Da ich ein wenig "grippig" bin, sprich mehr Krankheiten in meinem Leib vereine als ein afrikanischer Zwergstaat für sich verbuchen kann, wollen mir die Worte nicht so von der Zunge bzw. den Fingern rutschen.

Dennoch, ich habe viel erlebt wie ihr euch vorstellen könnt. Beispielsweise der Tag der Prüfung, welcher mit Fug und Recht als desaströs beginnend bezeichnet werden kann.

Wie das? Stellt euch einmal vor, ich besitze zur Zeit 3 Autos. Eine Familienkutsche, welche vermutlich noch heuer gegen eine neue getauscht werden wird, ein Sommerfahrzeug, welches tatsächlich und ausschließlich im Sommer bei trockener Straße zu bewegen ist und einen Opel Corsa, meine sogenannte Winterhu*e.
Kommen wir noch einmal auf mein Sommerfahrzeug zurück. Obschon ich mich sicher nicht als schlechten Fahrer sehe, habe ich Respekt vor diesem Wagen. 40 Jahre alte Bremsen, 40 Jahre altes Fahrwerk, 40 Jahre alte Mechanik treffen auf einen 2 Jahre alten Motor. Ein Fahrwerk, welches auf 147 PS ausgelegt war hat nun mit 385 PS zu kämpfen. Natürlich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, ist die Technik des Fahrzeuges mit modernen Komponenten aufgepeppt worden, welche jedoch auch keine Wunder wirken können.
Der Chevy ist einfach auf endlose Geraden ausgelegt. Das äußert sich gemeinhin dann, wenn die erste Ecke in der Straße näher kommt. Die Straßenhaftung des Camaros kann man bestenfallst als spektakulär abenteuerlich ansehen.
Technisch gesehen gibt es zwei Arten von Reibung. Die Gleitreibung und die Haftreibung. Zweitere ist zwischen Reifen und Asphalt gewünscht, wird beim Camaro aber mit Ersterer vertauscht. Anders gesagt sind bestenfalls Kurvengeschwindigkeiten im Standgasmodus möglich, da der Chevy circa so "klebt", als hätt er Reifen aus Schmierseife und wär damit auf einer Straße aus hochglanzpoliertem Eis unterwegs.
Ihr versteht? Nicht? OK, probieren wir es anders.
Nehmt einen Ziegelstein, haltet ihn an eine Zimmerdecke (am Besten noch holzvertäfelt) und dann zieht die Hand weg und lasst den Ziegel aus.
So stark wie die Haftung des Ziegelsteins an der Zimmerdecke ist, so gut hält auch das Fahrwerk meines Camaros.

Warum ich das so erkläre? Na damit nicht plötzlich einer von euch drauf kommt, dass wir in einem 2 und 1/2 Personenhaushalt 3 Autos besitzen und bei den nachfolgenden, durchaus als schicksalshaft bezeichnenden Ereignissen, nicht mit der Frage ums Eck kommt: "Warum zur Hölle hast nicht den Camaro genommen?" (Ja verdammt, es war Anfang Februar und auf der Straße lag Eis und Schnee.)

Ich geb es ja zu. Mein Sommerfahrzeug ist ein wenig extravagant und durchaus nicht gerade billig im Unterhalt. Deswegen ist meine Winterhu*e auch eine Schrottkarre. Ich meine, ich habe jedes Mal Angst, dass mich die Polizei aufhält und den armen Agnostiker wegen Leichenschändung anzeigt.

Und weil das eben alles so ist, meine Winterhu*e eine Leiche, mein Sommerfahrzeug unfahrbar und die Familienkutsche für und mit der Familie unterwegs, konnte ein Teil des Verhängnisses seinen Lauf nehmen.

.......................................................................to be continued.................................................................
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Re: Mein liebes Tagebuch...............

Beitragvon Agnostiker » 16.03.2011, 22:20

Der Tag der (Achschluss)Prüfung..............

Zum besseren Verständnis hier eine kleine Erklärung, wie eine solche Prüfung abläuft.

Prüfungsgegenstand ist ein Projekt über Verfahrensänderung, Neukonstruierung bzw. Überarbeitung einer Fertigungsroutine, wobei das Projekt über drei Teile verfügt, welche pro Teil (ohne technische Zeichnungen) über mind. 50 Seiten verfügt. Technische Zeichnungen sind in 3D Konstruktionsprogrammen wie Elite, AutoCAD, Catia usw. zu realisieren und brauchen eine mind.größe von 20 Seiten Konstruktion (auch ohne die Bemaßungszeichnungen).

Die Prüfung wird eigentlich an 5 Tagen abgehalten. Der Grund ist, dass sich, wie gesagt, ein Projekt in mehrere Teile untergliedert.
1) Technikteil - Mechanik
2) Technikteil - Elektronik
3) Wirtschaftsteil
Tag 1 bis 3 ist mit dem jeweiligen Prüfer (Mechaniker, Elektroniker, Wirtschaftler), wobei du das Projekt schwerpunktmäßig dem jeweiligen Prüfer erklärst.

Tag 4 ist vor der gesamten Prüfungskommission (3 Prüfer, ein Vorsitzender und ein Überwachungsorgan der Schulbehörde). Hier ist das Projekt in einer 15 min. dauernden PowerPoint unter Zuhilfenahme von Flipchards vorzustellen und dann auf Fragen der Kommission in einer ersten Prüfung von ca 30 - 60 min einzugehen. Zeitgleich muss das Projekt abgegeben werden, da es von der Kommission geprüft wird.

Tag 5 (ca. ein Monat nach dem vierten Prüfungstag) ist die eigentliche Abschlussprüfung. Da bekommst du 2 Fragen gestellt, eine projetbezogene und eine Umfeldfrage, für dessen Beantwortung du 30 Minuten Zeit bekommst. Die Beantwortung hat dann in einer PPS zu erfolgen.
Nach der neuerlichen PowerPoint von ca. 10 Minuten darfst du dein Projekt noch verteidigen. Diese Verteidigung dauert ca. eine Stunde und ist ausschließlich verbaler Natur. Handgreifliche Verteidigung ist ausgeschlossen.

Und genau an diesem Morgen des fünften Tages sind wir.
Ich hoffe nicht unbedingt betonen zu müssen, dass ich nervös war und gezittert habe wie ein Hundeschwanz. (Lampeschwoaf würdet ihr ja nicht verstehen.) Gestrebert habe ich wie ein Tier, trotzdem war die Nacht vor der Abschlussprüfung nicht erholsam weil an Schlaf nicht wirklich zu denken war.
Prüfungsbeginn war 12 Uhr Mittag, high noon sozusagen, dennoch war ich bereits seit 8 Uhr früh unterwegs um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Hemd, Anzug, Krawatte, Laptop, Prüfungsunterlagen, Projektordner usw. war alles im Auto. Handschuhe, Schal und Mantel nicht, wozu auch, im Auto ist es warm und bei der Prüfung braucht man so was auch nicht.
Dieser Punkt wird aber noch an Bedeutung gewinnen, echt.
Um halb 11 noch schnell zur Tankstelle, war ja noch Zeit und der Prüfungsort nur noch 5 km entfernt, wo das Unglück begann und seinen Lauf nahm.
Da ich, wie gesagt, den Laptop im Auto hatte, sperrte ich meine Winterhu*e beim Zahlen in der Tanke natürlich ab. Danach frohgemut zum Wagen zurück, brrrrr, mit -10°C doch ein wenig frisch im dünnen Hemd mit Anzug. Schlüssel ins Türschloss, Auto aufgesperrt, Schlüssel wieder abgezogen, NANU????, Schlüssel geht nicht mehr aus dem Türschloss heraus?
Mist, ein wenig gerüttelt, nix. Schlüssel steckt und bewegt sich nicht. Zurück in die Tanke und die nette Frau am Tresen nach einer Zange gefragt um den Hebel zu verlängern.
Trotzdem, der Schlüssel rührte sich nicht, steckte fest. Panik bemächtigte sich meiner, Schei*e, wie soll ich jetzt zu meiner Prüfung antreten? Wo zur Hölle war der Ersatzschlüssel? Natürlich am Schlüsselbund von Frau Agnostiker und die Gute war mit Sohnemann gerade zu den Schwiegereltern unterwegs und bereits mehr als 100 Kilometer entfernt.
Vor Wut trat ich gegen die Mistkarre und verstauchte mir dabei gleich noch den großen Zeh. Wieder rein zur Tanke um mir einen Hammer auszuborgen, den Schlüssel abzubrechen und den Wagen stehen zu lassen. (Schlüssel musste abgebrochen werden, da dieser "gechipt" war und der Chip zerstört werden musste.)
Der netten, mit Intellekt knapp oberhalb der Raumtemperatur gesegneten, Tankdame mitgeteilt, dass ich den Wagen nicht von der Zapfsäule bewegen kann, weil der Zündschlüssel in der Fahrertüre steckt.
Mit ratlosem Gesichtsausdruck und heillos überfordert: "Aber vor der Zapsäule können sie nicht stehen bleiben, wegfahren müssen sie schon."
Mit hochrotem Wutgesicht und heillos herausgefordert: "Zündschlüssel steckt in Fahrertüre, Fahrertüre und Zündschloss sind nicht ident. Starten des Wagens ohne Schlüssel im Zündschloss nicht möglich. Kann aber den Zündschlüssel nicht ins Zündschloss stecken, weil, oh Wunder, der Schlüssel in der Fahrertüre steckt und nicht im Zündschloss."
Noch ratloserer Gesichtsausdruck und intellektuell am Boden: "Dann schieben sie bitte den Wagen von der Zapfsäule weg."
Mit ausgefahrenem Kelomatstift, da der Druckkochtopf vor der Explosion stand: "Zündschlüssel steckt in Fahrertüre, Fahrertüre und Zündschloss sind nicht ident. Wegbewegens des Autos auf Grund vorhandener Lenkradsperre nicht möglich."

Das war der Punkt, wo die arme Dame einen intellektuellen Zusammenbruch erlag, ihr Gehirn auf Ausgangsstellung zurück fuhr und folgendes sprach: "Aber vor der Zapsäule können sie nicht stehen bleiben, wegfahren müssen sie schon."

Wusa lieber Agnostiker, Wusaaaaaaaaa. Erinnere dich: Streite nie mit geistigen Bruchbuden. Die ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich einfach mit Erfahrung.

Ohne ein weiteres Wort machte ich kehrt, holte Laptop und mein restliches Zeugs aus dem Auto und machte mich per pedes bei -10°C lieber auf den Weg zur Prüfung. Was wollte die Dame denn machen? Den Wagen selber wegfahren? Abschleppen lassen? (Ging nicht, waren Zapsäulen im Weg.)
So war es dann auch. Als ich um 20 Uhr den Ersatzschlüssel bekam, stand der Opel noch immer an der gleichen Stelle.

Doch davon später mehr.

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“Im Verlauf dieses Prozesses habe ich Klarheit darüber gewonnen, daß die Haltung eines Agnostikers nicht intelligent ist.”
(Dr. Murad Wilfried Hofmann)
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